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Untersuchung der Nebenschilddrüsen

Eine Untersuchung der Nebenschilddrüsen ist dann erforderlich, wenn im Blut eine Erhöhung des Kalziums und/oder des Parathormons vorliegt. Die Nebenschilddrüsen heißen Nebenschilddrüsen, weil sie „neben“ der Schilddrüse liegen. Sie haben mit der Schilddrüsenfunktion nichts zu tun.
In den meist vier Nebenschilddrüsen wird das sogenannte Parathormon produziert. Das Parathormon reguliert im Wesentlichen den Knochenumbau. Bei einem Überschuss an Parathormon kommt es zu einem Abbau von Knochensubstanz aufgrund einer vermehrten Freisetzung von Kalzium. Dies führt z. B. zu Knochenschmerzen. Das Kalzium wird über die Nieren ausgeschieden. Muss viel Kalzium über die Nieren gefiltert werden, entstehen Nierensteine und ggf. kommt es zu einer Nierenkolik. Auch Gallensteine können entstehen. Mit den entsprechenden Folgen wie Gallenblasenentzündungen, Gallenkolik und Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

Sonographie

Als ersten erfolgt eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüsenregion. Nicht immer können vergrößerte Nebenschilddrüsen nachgewiesen werden. Auch ist eine Zuordnung, ob nachgewiesene Knoten zur Schilddrüse gehören, oder ob es sich um eine vergrößerte Nebenschilddrüse (Nebenschilddrüsenadenom) handelt, nicht immer möglich. Deshalb erfolgt immer zuerst eine Untersuchung der Schilddrüse mittels Szintigraphie.

Nebenschilddrüsenszintigraphie

An einem weiteren Untersuchungstag wird dann die Nebenschilddrüsenszintigraphie mit einer anderen radioaktiven Substanz durchgeführt. Es folgen zeitlich versetzte Aufnahmen der Schilddrüsenregion übder ca. 2 Stunden. Wenn die Untersuchung beendet ist, wird das Ergebnis der „normalen“ Schilddrüsenszintigraphie mit den Ergebnissen der Nebenschilddrüsenszintigraphie „verrechnet“.  Bei einem positivem Befund zeigt sich bei der „Verrechnung“ eine umschriebene Aktivitätsanreicherung, die dann einem Nebenschilddrüsenadenom entspricht.